News

18.12.14

Helvetas Fairtrade besucht Cotonea in Tschechien

Tobias Meier, Leiter von Helvetas Fairtrade, besuchte unlängst auf Einladung von Roland Stelzer die Produktionsstätten von Cotonea in Tschechien. Hier traf er sich mit Arbeitern in der Weberei und sprach mit den Näherinnen der Heimtextilien-Produktion. Beides sind fair geführte Betriebe, ihre Produkte dürfen das „fair for life“-Label (Performance Level 5) des IMO* tragen. Helvetas ist die größte private Schweizer Entwicklungsorganisation; einen großen Teil ihrer Aktivitäten finanziert sie durch den stationären und Online-Verkauf fair produzierter Produkte.

21.11.14

Bettwäsche Tandem von Öko-Test getestet

Das Testergebnis (Öko-Test 12/2014) lautet: Tandem enthält keine problematischen Inhaltsstoffe. Es wurden aber auch 0,8 mg/kg „halogenorganische Verbindungen“ (AOX) festgestellt. IVN BEST erlaubt 0,5 mg/kg, GOTS die zehnfache Menge, nämlich 5 mg/kg. Der Richtlinienausschuss des IVN BEST will den Grenzwert für AOX ebenfalls auf 5 mg/kg anheben. Trotzdem: Der festgestellte Wert liegt über der Zulassungsgrenze von IVN BEST. Selbstverständlich hat Cotonea sofort bei Bekanntwerden des Testergebnisses die Label bei der entsprechenden Charge dieser Farbkombination entfernt.

18.11.14

Cotonea erfüllt erneut höchste Ansprüche an Naturtextilien

Auch die dritte Auflage des Greenpeace-Ratgebers bescheinigt „dem Naturtextil-Spezialisten“ Cotonea das maximal umsetzbare Niveau an „Textilökologie“. Das ist festgeschrieben in den Richtlinien des IVN (Internationaler Verband Naturtextil) „BEST“. Außer Cotonea erreicht - als Einziger - auch Hess Natur dieses Niveau. Diese „Auszeichnung“ bekamen wir schon 2012 und 2013.

28.10.14

Herstellung von Billigmode schneller als Giftstoff-Regulierung

„Schnell und billig schlägt sauber und verantwortungsvoll“. Diesen Eindruck vermittelt die Politik der Discounter Aldi, Penny (Rewe), Lidl und Tchibo - zumindest bei großen Stückzahlen von Aktionsware. Greenpeace untersuchte 26 Schuhe und Kleidungsstücke für Kinder auf sieben unterschiedliche Chemikalien. Ergebnis: Die Rückstände in zahlreichen Kinderschuhen überschreiten nicht nur die Empfehlungen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) und des Ökosiegels „Blauer Engel“ sondern auch branchenübliche Industriestandards. Cotonea kennt seine Zulieferbetriebe, aber für große Händler und Produzenten ist eine Kontrolle der Produkte und Inhaltsstoffe aufgrund der Unübersichtlichkeit beteiligter Subunternehmen tatsächlich kaum möglich.

13.10.14

„Qualität braucht Leidenschaft, ...

... Transparenz, Fairness und Geduld“: Man könnte diese eher „weichen“ Eigenschaften für „nice to have“ und nicht wirklich wichtig halten. Aber messbare Fairness und nachweisbare Transparenz werden zu „harten“ Fakten, und hohe Qualität bekommt man nur mit Leidenschaft und Geduld. Voraussetzung für ein schönes, langlebiges Produkt ist zweifellos unser Know-How aus mehr als 150 Jahren Erfahrung mit Baumwolle. Aber das, was wir unter Qualität verstehen, ist ohne diese „weichen“ Faktoren nicht zu haben.

06.10.14

Saatgut: Einst frei verfügbar - heute teures Lizenzprodukt

Es ist noch nicht lange her, da haben Bauern auf der ganzen Welt einen Teil ihrer Ernte für die nächste Aussaat zurückbehalten (oder, wie im Fall der Baumwolle, von der Entkörnungsmaschine bekommen). Nachbau nennt man es, wenn Erhaltungssorten (für die kein Sortenschutz besteht) wieder ausgebracht werden.

16.09.14

Baumwolle hat nichts zu tun mit einstürzenden Textilfabriken

Wenn von unmenschlichen Arbeitsbedingungen, einstürzenden Fabriken, Ausbeuterlöhnen und Dumpingpreisen in der Textilbranche die Rede ist, schwingen immer zwei Begriffe mit: „T-Shirt“ und „Baumwolle“. Dabei wird meistens Polyester-Gewebe verwendet und es geht weder zwangsläufig um T-Shirts noch ist Baumwolle an den Missständen beteiligt und erst recht nicht dafür „verantwortlich“. Trotzdem leidet ihr Image.

05.09.14

GVO (Gentechnisch veränderte Organismen) bedrohen biologischen Landbau

Gentechnisch veränderte (Gv) Pflanzen bedrohen nicht nur den ökologischen Landbau, sie beeinflussen das Ökosystem und die Vielfalt der Arten. Einmal großflächig ausgebracht, sind die veränderten Gene nicht mehr aus der Natur zu eliminieren. Drei Viertel der weltweit erzeugten Baumwolle sind heute Gv-Sorten. Gv-Baumwolle wird in vielen Kontinenten der Welt angebaut - außer (noch) in Europa.

27.08.14

Pima-Baumwolle - Luxus pur

Gossypium barbadense: Die Pflanze, aus der die hochwertigste Baumwolle der Welt gewonnen wird, stammt ursprünglich aus Peru, wo sie schon vor fast 5.000 Jahren angebaut wurde. Die Pima-Indianer, nach der Gossypium barbadense benannt ist, pflanzten sie erstmals in den USA, in Arizona, an. Noch heute gehören ihnen dort die meisten Plantagen oder werden von ihnen bewirtschaftet. Die Baumwollpflanze gedeiht in trocken-heißem Klima in vielen Regionen der Welt wie dem Nahen Osten und Nordafrika, Zentalasien, China, den USA und Südamerika.

07.08.14

„Hilfe zur Selbsthilfe“ im Bio-Baumwollprojekt Uganda

In unserer letzten News berichteten wir über die nachhaltige Entwicklung der Region Gulu durch die Gulu Agricultural Development Company (GADC). Die gute „Verzahnung“ aller Maßnahmen und die gute Zusammenarbeit der Akteure in diesem Bio-Landbauprojekt, an dem Cotonea von Anfang an beteiligt war, haben entscheidend zum Erfolg beigetragen.

06.08.14

Ugandas Norden entwickelt sich

Wer heute die Baumwoll-Felder nahe Gulu im Norden Ugandas besucht, glaubt nicht, dass der blutige Bürgerkrieg der Lord's Resistance Army unter Joseph Kony gerade einmal acht Jahre her ist. Seit 2006 betreibt die Gulu Agricultural Development Company (GADC) hier ökologischen Landbau und hat - mithilfe von engagierten Bauern und unter Beteiligung treuer Unterstützer und Abnehmer - die verheerte Region, in dem es keine Landwirtschaft mehr gab, in eine blühende Landschaft verwandelt.

31.07.14

Cotonea: Ein Pass für Bio-Baumwollprodukte

Wir legen jetzt 20 % unserer Produkte einen Pass bei, der alle Herstellungsschritte der gesamten Wertschöpfungskette dokumentiert - einschließlich Auftragsnummer und Unterschrift der Packerin. Nach und nach werden auch die restlichen Artikel ausgestattet.

22.07.14

Fairness gegenüber dem Kunden

Mangelnde Fairness gegenüber Baumwoll-Bauern, Näherinnen und Färbereien wird der Textilindustrie seit Jahren vorgeworfen. Nicht nur Billiganbieter, auch teure Labels lassen unter unwürdigen Bedingungen produzieren. Was aber ist mit der Gewebequalität, die eher selten im Fokus der Öffentlichkeit steht? Wie fair ist es, dem Endverbraucher Klamotten zu verkaufen, die er nach drei Wäschen entsorgen muss, weil sie „aus dem Leim“ gegangen sind? Oder mit Bettwäsche, die Rückstände von Schadstoffen enthält?

08.07.14

Bauern verschulden sich für Baumwollsaatgut

1998 trieb die Preis- und Patentpolitik der Gentechnikindustrie mehr als 40.000 indische Baumwollbauern in den Selbstmord. Doch nicht nur gentechnisch verändertes Saatgut wird vielfach über Kredite finanziert. Auch für den Kauf von Hybridsaat - im konventionellen Baumwollanbau üblich - müssen sich die meisten Baumwollbauern verschulden.

03.07.14

Schöne Stoffmuster und -Eigenschaften durch unterschiedliche Bindungen

Die Herstellung von Stoff kann einfach sein oder ziemlich komplex. Relativ schlicht ist das Häkeln oder Stricken. Verkreuzt man zwei Fadensysteme, bestehend aus Längsfäden (Kette) und Querfäden (Schuss) im rechten Winkel zueinander, spricht man von „Weben“, was relativ kompliziert sein kann. Die Verkreuzungen heißen „Bindung“ - sie bringen Muster in ein Gewebe: vom einfachen Streifen- bis zum vielfarbigen Jacquard-Muster.

12.06.14

(Bio-)Baumwolle? Polyester? Viskose? - Wer macht das Rennen?

Ohne Zweifel: Aus ökologischer Sicht ist Bio-Baumwolle unübertroffen. Nur leider kann sie den weltweiten Bedarf an Fasern bei weitem nicht decken. Selbst zusammen mit konventionell angebauter Baumwolle reicht die jährliche Ernte nur für etwa 40 % des weltweiten Faserverbrauchs. Die restlichen 60 % decken Kunstfasern ab wie z. B. Viskose oder Polyester.

02.06.14

Stapellänge entscheidet über Faserqualität

Weil die Baumwollfaser sehr viele Vorteile hat, ist sie nach wie vor der bedeutendste textile Rohstoff. Sie ist hautfreundlich und kratzt nicht, ist pflegeleicht, strapazierfähig, reißfest und widerstandsfähig. Baumwollfasern können viel Feuchtigkeit (Schweiß) aufnehmen und damit Salze, Säuren und Fett binden. Gleichzeitig lässt sie sich durch heißes Waschen leicht reinigen, ohne dass die Faser Schaden nimmt.

09.05.14

Eine Reise nach Gulu

Die Regenzeit in Uganda ist vorbei, die Erde hart und trocken und der alte Geländewagen mit den Besuchern aus Deutschland zieht eine beeindruckende Fahne aus rotem Staub hinter sich her. Sie sind auf dem Weg nach Adagadia im Norden, wo in einer großen Halle die Baumwolle lagert, die später zu Cotonea-Produkten verarbeitet werden soll. Roland Stelzer will die Erträge seiner letzten Bio-Baumwollernte prüfen und außerdem wieder einmal nach dem Rechten sehen.

08.05.14

Das Spinnverfahren entscheidet über die Qualität eines Gewebes

Spinnen ist die Herstellung von Garn aus Fasern. Diese sehr alte Kulturtechnik wurde schon Ende des 13. Jahrhunderts mithilfe von Spinnrädern angewandt. 1764 läutete die „Spinning Jenny“, eine handbetriebene Maschine, in England die Mechanisierung ein. Auf sie folgten so genannte „Selfaktoren“, automatisch betriebene Spinnmaschinen, die bis Mitte des 19. Jahrhunderts eingesetzt wurden. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts begann mit Erfindung der modernen Ringspinnmaschine eine rasante Entwicklung.

10.04.14

Wie bekommt man die Samen aus der Baumwoll-Faser?

Das Entkörnen der Baumwolle, also das Entfernen des Samens aus der Faser, war über Jahrtausende mühevolle Handarbeit. Sie wurde oft von Sklaven verrichtet. Mit der Erfindung der Entkörnungsmaschine, der Cotton-Gin, begann der Siegeszug der Baumwolle um die ganze Welt; die Produktion stieg um ein Vielfaches.

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