Nachhaltigkeit bei Cotonea am Standort Bempflingen in Deutschland

Aspekte der Nachhaltigkeit

Cotonea produziert seine eigene Energie aus Wasserkraft schon seit 1855 und eigenen Solarstrom seit 2002.

Rückblick auf 2019

Nachhaltigkeitsbericht

Unsere Energiebilanz

2020 haben wir 24 % mehr regenerativen Strom erzeugt (eigene Wasserkraft und Solar), als wir in unserer eigenen Produktion verbraucht haben. Rechnet man den eingekauften Naturstrom hinzu, beträgt der Überschuss an regenerativem Strom der Elmer & Zweifel-Gruppe sogar rund 37 %.

 

    2020 2019 2018
Regenerativer Strom in MWh
erzeugte Wasserkraft 603 917 532
erzeugt Solar 49 48 48
gekauft Naturstrom 135 145 176
SUMME verfügbarer regenerativer Strom 787 1.110 755
 
Stromverbrauch in MWh GEZ Bempflingen 91 82 110
ETEX CZ 406 415 403
SUMME verbrauchter Strom beider Standorte 497 497 513
 
Überschuss an regenerativem Strom in MWh 290 613 243

MWh = Megawattsunde

  • Kuchendiagramm über Erzeugung und Kauf regenerativen Stroms bei Cotonea
    Blau: 77 % Wasserkraft erzeugt | Gelb: 6 % Solarenergie erzeugt | Grün: 17 % Naturstrom gekauft

Energieverbrauch in der eigenen Produktion

In unserer Produktion wird als Energieträger hauptsächlich Strom eingesetzt. Zusätzlich wird in der Weberei in Tschechien zum Schlichten noch Erdgas verwendet (2020 ca. 287 MWh/Jahr). Damit weist die Energiebilanz beider Energieträger für 2020 einen Überschuss von 3.458 kWh an regenerativer Energie aus. Diese - trotz gestiegener Produktion - erreichte großartige Bilanz ist das Ergebnis unserer Bemühungen, energieeffizienter zu produzieren.

Energieverbrauch unserer Lieferanten

Klimarelevante Emissionen entstehen in der Veredelung durch Betriebe in Deutschland und der Schweiz durch die Verwendung von Erdgas, Erdöl und Strom. Auf den Umfang dieser Emissionen hat Cotonea keinen Einfluss. Die Umweltauflagen in diesen beiden Ländern sind hoch. Alle Veredelungen, die für Cotonea arbeiten, sind auf einem modernen Stand der Technik, einschließlich der Energierückgewinnung bzw. -einsparung. Bei der Auswahl unserer Lieferanten ist deren Energieeffizienz ein wichtiges Kriterium, die Cotonea Partnerbetriebe gehören u den energieeffizientesten. Dazu entstehen CO2-Emissionen beim Transport. Die Baumwolle aus Kirgistan kommt per Eisenbahn nach Europa, die Baumwolle aus Uganda per Schiff.

Unsere (ökologische) Baumwoll-Produktion reduziert den CO2-Gehalt der Umgebungsluft. Ökologisch bewirtschaftete Böden sind in der Lage CO2 aus der Luft aufzunehmen und stellen dadurch eine CO2 Senke dar. Die Baumwollpflanze selbst nimmt während ihrer Wachstumsperiode CO2 aus der Luft auf, und zwar deutlich mehr als andere Feldfrüchte. In Uganda wird zusätzlich zum Regen kein zusätzliches Wasser benötigt. In Kirgistan wird ebenso nur Regenwasser und tauender Schnee zum Bewässern verwendet. Der ökologische Landbau gerät leider zunehmend in die Gefahr, unbeabsichtigt genmanipulierte Saaten (GMO) auszubringen, weil diese Gene natürlich nicht an ökologisch bewirtschafteten Ackergrenzen Halt machen. Cotonea lässt jede eingekaufte Charge Baumwolle durch ein deutsches Labor auf GMO-Rückstände untersuchen lassen. Durch die Nutzung von (Bio-)Baumwolle gelangen keine Mikroplastikfasern in die Weltmeere oder unsere Nahrungskette.

 

Verpackungen und Versand

Unsere Umverpackungen sind aus Recycling-Pappe, die Verkaufsverpackungen noch aus receycelbarer PE-Folie (Polyethylen), die Einleger aus FSC- und ECF-zertifiziertem Papier. Tragetaschen verwendet Cotonea nicht. Der Versand unserer Produkte erfolgt in Kartonagen aus Recycling-Pappe per DHL (go green) oder DPD (total zero). Die Quote der Rücksendungen liegt zwischen 7 und 12 Prozent.

 

Abfall in der Produktion

Produktionsabfall fällt in allen Stufen der Herstellungskette an. Bei der Faserentkörnung gibt es für alle anfallenden Anteile einen Nutzen, die Faser selbst, die extremen Kurzfasern können verkauft werden, das Saatkorn dient als Öllieferant und die ausgepressten Saatkörner als Tierfutter. In der Spinnerei können alle Abgänge zur Weiterverwendung verkauft werden. In Weberei ist der Abfall unter 1 % des produzierten Gewebes, dieser Abfall kann zum Recycling gegeben werden. Speziell für Kantenabfälle unterstützen wir einen Möbelhersteller, der daraus mit ökologischen Harz schicke Stühle herstellt. In der Konfektion (Näherei) fallen Schnittreste an, deren Menge produktabhängig ist. Für jeden Produktionsauftrag wird der Zuschnitt optimiert. Größere Stücke werden als Kilogramm-Pakete verkauft.

 

Unsere Lieferanten/Zulieferer

Den Baumwoll-Anbau kontrollieren wir selbst. Die Projektträger sind die Gulu Agricultural Development Company (GADC, Uganda) bzw. die Bauerncooperative Biofarmers in Jalalabad, Kirgistan, die von der Schweizer NGO Helvetas (Kirgistan) aufgebaut wurde und von ihr bis 2016 betreut wurde. Die ökologische Pimabaumwolle, eine extra Langstapelbaumwolle kommt von zwei Farmern in USA.

 

Folgende Betriebe arbeiten für Cotonea
In der Garnerzeugung Velener Textilwerke, Velen
Topkapi Iplik, Istanbul
In der Flächenerzeugung Elmertex ks, Velke Porici
Hateks Hatay Tekstil
Bodmer Strickerei, Balingen
Dotex, Donaueschingen
Edelweiß, Albstadt
5effe, Italien
In der Veredelung der Stoffe Setex Textilveredelung, Bocholt
Weidmann, Süssen
Keller, Mössingen
Haase, Bisingen
Cilander AG, Herisau
InnoTex Merkel & Rau, Frankenberg
In der Konfektion Elmertex ks, Velke Porici
Siko, Mezimesti
Siskova, Mezimesti

 

Recycling

Baumwoll-Fasern eignen sich nicht zur Wiederverwendung zu gleichwertigen Produkten, was ein sinnvolles Recycling gebrauchter Stoffe ausschließt. Wo möglich und sinnvoll fördern wir die Nutzung in minderwertigeren Verwendungen wie Stopfmaterial oder ähnlichem. In Einzelfällen von zweiter Wahl werden diese einer Partnerfirma mit einem speziellen Recyclingverfahren zur Verfügung gestellt. Dieses Verfahren erzeugt unter Zumischung von 5%-20% mechanisch recycelter Faser ein zwar etwas schlechteres Gewebe, das aber für den beabsichtigten Zweck ausreichend ist.

 

Fairer Lohn

Cotonea kennt die gesamte Herstellungskette. Das Weben erfolgt in Eigenbetrieben ebenso wie ein Großteil der Konfektion. Jeder Lieferant in Deutschland, der Schweiz und der Türkei zahlt mindestens gesetzliche bzw. Tariflöhne. Fast alle unsere Lieferanten sind IVN BEST zertifiziert. Der IVN BEST Standard setzt neben hohen ökologischen auch hohe soziale Standards, die eingehalten werden müssen. Es ist der Standard mit den momentan höchsten Ansprüchen an textile Ökologie und stellt das maximale realisierbare Niveau dar. Die Richtlinien decken die gesamte textile Kette ab – in ökologischer und sozialverantwortlicher Hinsicht.

Cotonea ist Fair For Life zertifiziert, einem Label von Ecocert, in regelmäßigen Audits werden alle Aspekte der Arbeitsverhältnisse überprüft und das Ergebnis mit einem bis zu fünf Blättern bewertet. Cotonea hat zuletzt wieder 5 Blätter erhalten.

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